Effi trackt Eye

Um einem Ergebnis der netzpolitik.org Umfrage 2015 nachzugehen, führten wir eine Eye-Tracking-Studie durch. In den Ergebnissen der Umfrage hatten wir herausgefunden, dass die Leser des Blogs die Website zwar als ansprechend gestaltet empfinden, sich aber zugleich sehr schlecht zurechtfinden. Es gibt also laut Selbstauskunft der Leser ein Orientierungsproblem. Genau dieses Orientierungsproblem wollten wir nun näher untersuchen.

Die Methode des Eye-Tackings boomt und wird in vielen verschiedenen Bereichen eingesetzt. Unter anderem auch in der Untersuchung der Usability von Webseiten. Für unsere Eye-Tracking Studie gaben wir den Teilnehmenden sechs Aufgaben. Drei Aufgaben mussten auf der Seite von netzpolitik.org bewältigt werden. Möglichst ähnliche Aufgaben, mussten zudem auf der Seite von correctiv.org gelöst werden. Zur besseren Vergleichbarkeit wurden die Aufgaben so ähnlich wie möglich gestaltet und die Reihenfolge der Websites randomisiert. Nach dem Lösen der Aufgaben wurde mit jedem Proband noch ein etwa fünfzehnminütiges Interview geführt.

Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass die Blicke der Leser auf netzpolitik.org nicht wirklich geleitet werden und dass es den Lesern schwer fällt, den Spendenbutton zu finden. Aus den Interviews geht zudem hervor, dass die Probanden Probleme haben, sich beim ersten Blick auf der Seite zurechtzufinden. Im Gegensatz dazu zeigt sich auf der Website von correctiv.org, dass die Leser hier besser orientiert werden. Auch die Aufgabe, eine Mitgliedschaft abzuschließen ging den Teilnehmenden hier leichter von der Hand.

Auf Basis dieser Ergebnisse hat Effi einige Vorschläge für Veränderungen am Design von netzpolitik.org erarbeitet.

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